Nachhaltigkeitsinformationen zu unseren wiederverwendeten Ziegeln

Was bedeutet ein ReUse Baustoff für Ihr Bauvorhaben?

Wer beim Hausbau historische Ziegel wiederverwendet, nutzt einen bereits vorhandenen Baustoff erneut, anstatt einen neuen Ziegel herstellen zu lassen.

Dies vermeidet Umweltwirkungen, die bei der Herstellung eines neuen Ziegels entstehen. Gleichzeitig hat auch die Wiederverwendung Auswirkungen auf die Umwelt, zum Beispiel durch Bergung, Reinigung, Aufbereitung und Transport.

Deshalb betrachten wir die Umweltwirkungen unserer wiederverwendeten Ziegel nicht nur anhand einzelner Aussagen, sondern auf Grundlage einer Ökobilanz und konkreter Vergleichsberechnungen.

Was ist durch unsere Nachweise belegt?

Für unsere wiederverwendeten Ziegel liegt eine unabhängig geprüfte Umwelt-Produktdeklaration (EPD) vor. Sie enthält nach festgelegten Regeln ermittelte Umweltinformationen zu den wiederverwendeten Ziegeln.

Die EPD zeigt unter anderem, welche Umweltwirkungen mit der Bereitstellung und Verwendung der wiederverwendeten Ziegel verbunden sind. Sie ermöglicht damit eine nachvollziehbare Bewertung im jeweiligen Bauvorhaben.

Die zugrunde liegenden Vergleichsberechnungen wurden in Zusammenarbeit mit dem IBU – Institut Bauen und Umwelt e.V. erarbeitet und bilden die Grundlage für die dargestellten Vergleichswerte.

Ihr persönlicher CO₂-Nachweis

Nach Abschluss Ihres Bauvorhabens erhalten Sie von uns auf Wunsch ein individuelles Zertifikat. Es dokumentiert die tatsächlich eingesetzte Menge an DeFries ReUse Ziegeln und weist die dadurch erzielte CO₂-Einsparung aus. So wird Ihr persönlicher Beitrag zu einer ressourcenschonenderen und klimafreundlicheren Bauweise transparent und nachvollziehbar.

DeFries ist Mitglied beim Institut Bauen und Umwelt e.V.

Mit unserer Mitgliedschaft unterstützen wir die Vereinsziele des Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) – insbesondere die Förderung des nachhaltigen Bauens. Das IBU betreibt hierzu ein Typ III-Umweltdeklarationsprogramm nach ISO 14025 und EN 15804. Durch die Erstellung von Umwelt Produktdeklarationen (en: Environmental Product Declarations, kurz: EPDs) und ihre Veröffentlichung im Deklarationsprogramm des IBU stellen wir alle relevanten Umweltinformationen zu unseren ReUse Ziegeln öffentlich zur Verfügung. Die in einer EPD enthaltenen Daten basieren auf einer Ökobilanz und werden von unabhängigen Prüfern verifiziert. EPDs bewerten die Umweltverträglichkeit eines Produktes nicht, sondern dienen Experten verschiedener Disziplinen, wie zum Beispiel Architekten, Fachplanern, Ingenieuren oder Auditoren, als verlässliche und unabhängig geprüfte Informationsquelle. Sie ermöglichen fundierte Entscheidungen und Bewertungen im Rahmen einer integrierten
Planung, beispielsweise hinsichtlich der Produktauswahl und der Gebäudezertifizierung.

Weitere Informationen zum IBU und dem EPD-Programm finden Sie unter http://www.ibu-epd.com.

Hier finden Sie die EPD zu unseren Ziegelsteinen und Pflasterklinkern zum Download.

Die Auswahl unserer Ziegel geschieht unter besonders sorgfältigen Kriterien

Die sorgfältige Auswahl der zum Recycling in Betracht kommenden Ziegel erfolgt unter den Gesichtspunkten des optischen Gesamteindruckes und der ursprünglichen Hauptnutzung der zum Abbruch vorgesehenen Gebäude. Ein weiterer wichtiger Aspekt, ist die Trennbarkeit der Ziegel vom verwendeten Mörtel. Sind die Kriterien der Ziegel für eine Aufbereitung und Wiedernutzung erfüllt, nach Zustand geordnet verpackt und zur Aufbereitung und Sortierung in unsere Manufaktur gebracht. Dort werden sie gereinigt und aufbereitet. Das alles passiert in Handarbeit. Jeder Ziegel wird separat betrachtet und von anhaftenden Mörtelresten befreit. Durch den Umstand, dass jeder Ziegel einzeln bearbeitet wird, kann hier von einer weiteren Qualitätskontrolle gesprochen werden, da auffällige Ziegel in diesem Prozessschritt aussortiert werden.

Beim Hausbau CO₂ sparen, durch die Verwendung unserer Ziegel

Bereits früh erkannte das Schröder Bauzentrum die Notwendigkeit, zukunftsorientierter und umweltgerechter Baustoffherstellung, wodurch DeFries entstand. Ein wertschöpfender und ressourcenschonender Umgang mit Baumaterialen, ist ein wichtiger Aspekt, um den CO₂-Ausstoß im Bausektor, nachhaltig zu senken. Umso interessanter fanden wir es zu belegen, wie viel CO₂ durch die Verwendung unserer historischen und wiederverwendeten Ziegel, eingespart werden kann. Der direkte Vergleich der Ziegel zeigt sehr deutlich, dass durch den Wegfall des energieintensiven Produktionsprozesses, ein enormes CO₂-Einsparpotenzial möglich ist. Wer beim Bau eines Einfamilienhauses beispielsweise 22 Tonnen dieser Steine verwendet, kann dadurch 7,5 Tonnen CO₂ einsparen – ein wichtiger Beitrag für eine klimafreundlichere Bauweise. Das entspricht einer CO₂-Einsparung von 87% im vergleich zu neu gebrannten Ziegeln – und das allein durch die Verwendung unserer Ziegel. Ist Ihr Bauvorhaben abgeschlossen, stellen wir Ihnen ein individuelles Zertifikat aus, das die tatsächlich verwendete Menge an DeFries ReUse Ziegeln sowie die dadurch erzielte CO₂-Einsparung dokumentiert.

 

Alle Gebäude von denen wir Baustoffe beziehen sind ohnehin zum Abbruch vorgesehen

Alle Gebäude von denen wir Baustoffe beziehen, sind sowieso zum Abbruch vorgesehen 

und werden nicht extra abgebrochen. Dies stellt in der CO₂-Betrachtung eine Besonderheit dar, es wird bewusst auf eine detaillierte Berechnung der beim Abbruch entstehenden Emissionen verzichtet, da der Abbruch des Bauwerkes auch ohne das Recycling der Ziegel erfolgen würde. Aber selbst eine detaillierte Betrachtung des Abbruches, hätte im Vergleich zu dem signifikant größeren Emissionsausstoß bei der Ziegel-Produktion,nur geringe Auswirkungen auf die Gesamtbilanzierung.

 

Unsere alten Ziegel sind nicht nur ökologisch eine sinnvolle Alternative

Abschließend lässt sich feststellen, dass ein Einsatz von wiederverwendeten Ziegeln nicht nur ökologisch betrachtet eine sinnvolle Alternative ist. Die Charakteristik eines alten Baustoffes ist dessen optische Beschaffenheit. Sie macht den Reiz und das Besondere. Diese Kombination aus wertschöpfendem Umgang mit vorhandenen Baustoffen und einem besonderen Erscheinungsbild, bildet die Grundlage für ein Segment in der Baubranche mit einem riesigen Potential. Dieses Potenzial, in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltiges-Bauen, haben wir bereits vor Jahren erkannt.

Wissenschaftliche Untersuchungen unserer Ziegel auf dem Prüfstand in Zusammenarbeit mit der FH Westküste

 

Sören Baumgarten hat sich diesem Thema in Zusammenarbeit mit uns angenommen. Herr Baumgarten studiert Green Building Systems an der Fachhochschule Westküste. In seiner Studienarbeit überprüfte er nicht nur die Nachhaltigkeit unserer Ziegel, sondern auch deren bauphysikalische Eigenschaften. Herr Prof. Dr. Oliver Opel, der bereits zahlreiche Forschungen betreute und mit diesen auch Preise, wie beispielsweise den deutschen Solarpreis oder Sonderpreis für Innovation und Transfer gewann, begleitete das Projekt und führte die fachliche Prüfung durch. Wir freuen uns über die erneute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste.

Schwarz auf weiß: Die Ziegel sind deutlich nachhaltiger und wirklich gut

Das Keramisch-Technologische Baustofflaboratorium Hamburg wurde als staatlich anerkannte Prüfstelle ausgewählt, um die bauphysikalischen Eigenschaften unseres Referenzziegels, „Alte Post“, zu prüfen. Die Prüfungsergebnisse belegen, dass unsere ReUse Vormauerziegel eine nachhaltige und sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Ziegeln sind.